Rechtliches

Der Kaufvertrag muss in Anwesenheit eines Notars unterzeichnet werden. Der Notar ist gesetzlich verpflichtet, als unparteiischer Vermittler zu fungieren. Der Notar veranlasst die Eigentumsumschreibung und führt den Grundbucheintrag durch. Der Kaufvertrag muss u. a. die folgenden Punkte beinhalten:

Korrekte Namen und Adressen der Parteien sowie die Details zur Immobilie. Richtige Angaben sind unerlässlich, da ein Fehler den Vertrag im Ganzen oder teilweise ungültig machen könnte.

Den vereinbarten Kaufpreis und die Zahlungsbedingungen.

Vereinbarungen für den Fall, dass eine der Parteien die Vertragsbedingungen nicht erfüllt.

Das Grundbuch wird beim Amtsgericht geführt und ist das zentrale Register für Grundstücke und Immobilien. Eine Eigentumsänderung kann nur dann stattfinden, wenn ein Eintrag in diesem Grundbuch vorgenommen wird und wenn vorherige Grundschulden gelöscht oder übertragen wurden und das Finanzamt bestätigt hat, dass der Verkäufer alle ausstehenden Grundsteuerbeträge gezahlt hat. Sehr häufig wird der Kaufpreis zunächst an ein vom Notar treuhänderisch geführtes Notaranderkonto gezahlt und erst nach durchgeführtem Grundbucheintrag an den Verkäufer überwiesen. Der Notar ist nicht für die Richtigkeit der Immobilienbeschreibung des Eigentümers verantwortlich. Diese muss der Käufer überprüfen. Der Verkäufer ist nicht verpflichtet offene Mängel, die für den Käufer ersichtlich sein sollten, hervorzuheben, muss aber versteckte Mängel offenlegen. Sie können eine Kopie des aktuellen Grundbuchs beim Amtsgericht beantragen. Das Grundbuch enthält auch die Rechte eventueller Drittparteien wie z. B. Mieter. Mieter können den Verkauf der Immobilie nicht verhindern. Allerdings ist der neue Eigentümer an eventuelle Mietvereinbarungen gebunden, denen der vorherige Eigentümer zugestimmt hat. Dementsprechend kann der neue Eigentümer einem Mieter nicht vor Ablauf des Mietvertrags kündigen (eventuelle Ausnahme bei Eigenbedarf).